Zur Startseite
logo  
niederländische Flagge

 

 Kontakt:
  info@pankok-museum.de

Copyright © 2000-2011

 

Mittelpunkt: Mensch

Vom 5. Mai bis in den August 2007 zeigen wir graphische Arbeiten von Conrad Felixmüller.

Conrad Felixmüller, der 1897 in Dresden geboren wurde und 1977 in Berlin starb, gilt als einer der bedeutendsten deutschen Künstler unseres Jahrhunderts. Mit über 2500 Arbeiten hat er in sechs Jahrzehnten ein umfangreiches Werk geschaffen, in dem Malerei, Zeichnung und Grafik gleichwertig nebeneinander stehen. Ähnlich wie Otto Pankok hatte er den Menschen in den Mittelpunkt seines künstlerischen Schaffens gestellt. Auch er reagierte mit unmittelbarer Ausdrucksstärke in seinen Werken auf die Folgen des Ersten Weltkrieges, die deutsche Revolution 1918/1919 und das Leben der Arbeiter, das er als Zeitzeuge auf Reisen durch das Ruhrgebiet kennen lernte. Als Gegenwelt zu der oft unmenschlich empfundenen Wirklichkeit schaffte er daneben frohe farbige (Familien)Bilder, und der Rückzug in ein Privatleben schenkte ihm Kraft und Inspiration, was in den schwierigen dreißiger Jahren besonders wichtig war. Wie Pankok wurde Felixmüller Opfer der Nationalsozialisten, die ein Ausstellungsverbot gegen ihn verhängten und viele seiner Werke beschlagnahmten. Zwischen 1938 und 1939 wurden insgesamt 151 seiner Werke vernichtet. Nach dem Zweiten Weltkrieg erhielt er 1949 eine Professur an der Universität in Halle/Saale. 1967 zog er nach Berlin, wo er zehn Jahre später starb.

Im vollbesetzten Otto-Pankok-Museum wurde die Ausstellung Mittelpunkt: Mensch am 5. Mai eröffnet. Es sprachen der neu gewählte Vorsitzende Ulrich Oettel, Frau Jutta Osterhof und Hans-Jürgen Wilke, beide aus Berlin, über ihre persönlichen Erinnerungen an Conrad Felixmüller.

Wir danken den Leihgebern, ohne die diese Ausstellung nicht möglich wäre.