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BLICK NACH FERNOST - Stille, Sturm, Bestimmung

Die Frühjahrsausstellung 2015 des Museums zeigte: "BLICK NACH FERNOST - Stille, Sturm, Bestimmung".

„China ist für mich Heimat in der Kunst.“ Mit diesem Satz umreißt Otto Pankok 1963 sein Verhältnis zu diesem fernen Land, das er selber nie besucht hat.
Als Kind schon fasziniert von asiatischen Holzschnitten und den besonderen Kalligraphien und als Erwachsener mit dem chinesischen Volksroman der „Räuber vom Liang schan Moor“ aus dem 14 Jahrhundert konfrontiert, begann Otto Pankok im Winter 1957 mit seiner bildnerischen Version dieser Geschichte.
Der Aufstand Unterdrückter und aus der Gesellschaft Gestoßener traf auf eine Grundeinstellung Otto Pankoks, der zwar den Krieg verurteilte aber Kunst als politisches Mittel im Werden, Wachsen und Zerbrechen von Gesellschaften sah. Daneben war dem Künstler die Darstellung des Seins als Erwartung und konzentrierter Versunkenheit wichtig. Als Dank für die aus der Begegnung mit chinesischer Kunst ihm erwachsenden Einsicht schuf Otto Pankok dann die Holzschnittfolge zu den „Räubern“.
Neben den Bildern zeigt das Otto Pankok Museum erstmals in dieser Region – und zum dritten Mal überhaupt in Deutschland – die Vorzeichnungen des Künstlers. Der Besucher des Museums hatte damit einen seltenen direkten Einblick in den Entstehungsprozess von Kunst.
Folgerichtig für die Ausstellungsmacher war der Dialog der Bilder Pankoks mit einem zeitgenössischen Grafschafter Künstler: Jo Klose. Der als Bildhauer weit über die Region hinaus bekannte Nordhorner präsentierte mit seinen Werken dem breiten Publikum erstmals die Ergebnis seiner ihm durch eine Japanreise erwachsenen Inspiration. Meisterhaft gelingt im die Darstellung höchster Konzentration und Stille.
Und schließlich war ein Raum des Museums der Kunst gewidmet, die beide Künstler so stark beeinflusste. Ausgewählte Beispiele von Meistern der japanischen und chinesischen Kalligraphie, poetische traditionelle Texte, die die Bestimmung des Menschen umspielen und Darstellungen auf alten Rollbildern runden diese Ausstellung im Otto Pankok Museum ab.