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Blick bricht auf
Vom 11. November 2006 bis in den März 2007 zeigten wir in frisch renovierten Räumen Bilder von Günter Grass und seinem ehemaligen Lehrer Otto Pankok. Zwei Künstler, die die Lebenswelt ihrer Zeit nicht
aus dem Blick ließen, zwei Künstler, denen sich im Blick auf
Ausschnitte und Details ein Ganzes erschließt. Blick bricht auf: Der Blick des Künstlers zerbricht
die Brille, durch die wir die Welt zu sehen gewohnt sind. Er macht die
Dinge fremd, sprengt den Rahmen, durchbricht die Oberfläche und vermisst
neu die Welt alltäglicher Betrachtungen. Er bricht auf, was ihm in den Blick kommt: bei
Günter Grass den Fisch, das gehörnte Rind, den lauernden oder
geduckten Menschen, Köpfe und Gesichter, Leben und Tod. So auch Otto
Pankok: Mensch und Tier, die Gesamtheit der – all zu oft geschundenen
– Kreatur, „Otto Pankoks Menagerie“, wie Grass das jüngst
in seiner Autobiografie genannt hat. Aber auch – mehr als bei Grass
– die Erscheinungsformen von Landschaft und Natur: Blick bricht
auf! Zusammen mit der Ausstellungseröffnung begingen wir zwei wichtige Jubiläen: 10 Jahre Otto-Pankok-Museum in Gildehaus und 350 Jahre Bestehen des „Alten Rathauses“, in dem das Otto-Pankok-Museum residiert.
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