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Jan Jans – ein Zeichner im Grenzgebiet

Auf der Suche nach neuen und abwechslungsreichen Ausstellungsthemen ist das Otto Pankok-Museum wieder einmal fündig geworden. Mit Jan Jans aus dem niederländischen Almelo (1893-1963), einem Architekten mit großen künstlerischen Fähigkeiten, wird ein Kenner und Freund ländlicher und bäuerlicher Baukunst vorgestellt.

Kirchturm, Emlichheim

In den Jahren vor dem 2. Weltkrieg und auch danach bereiste Jan Jans regelmäßig das niederländisch-deutsche Grenzgebiet, wo er mit viel Liebe zum Detail, Präzision und einem geschulten Blick für die Schönheit der ländlichen Architektur Bauernhöfe und Scheunen, Kirchen, Klöster und Mühlen mit dem Zeichenstift festhielt.

Oft hielt er sich in der Grafschaft Bentheim auf. Und natürlich kam er auch nach Gildehaus. Hier waren es vor allem die beiden Mühlen, die Kirche mit dem freistehenden Kirchturm und die Steinbrüche, die ihn zu Zeichnungen anregten. Motive also, die auch Otto Pankok während seines Aufenthalts in Gildehaus zu Bildern inspirierten. So liegt es nahe, dass wir in dieser Ausstellung den Zeichnungen des Jan Jans entsprechende Kohlegemälde von Pankok vergleichbar gegenüberstellen.

Einen breiten Raum in unserer Ausstellung nehmen Zeichnungen von Jan Jans ein, die in unseren niederländischen Nachgemeinden entstanden und die die dortigen Besonderheiten ländlicher Baukunst wiedergeben. Während Jans bei uns völlig unbekannt ist, wurde er in seiner Heimat zu einem anerkannten Architekten und Künstler.

Häuser in Wietmarschen

Der Chronist mit dem Zeichenstift

Viele ländliche Gebäude, die inzwischen zum großen Teil modernen Bauten weichen mussten, hielt der „Chronist mit dem Zeichenstift“ in seinen Arbeiten fest. Annähernd 1000 Zeichnungen lagern in den Archiven in Almelo und Enschede, die von uns wiederentdeckt wurden und nun erstmals in Deutschland gezeigt werden.

Das besondere Verdienst des Jan Jans ist es, dass er nicht nur historische Bauwerke original- und maßstabsgetreu abzeichnete, sondern sie auch vermaß und alle Konstruktionsmerkmale festhielt. Gerade in unserer Zeit, in der man sich bemüht, alte ländliche Bausubstanz zu erhalten oder sie zu rekonstruieren, sind die Originalzeichnungen des Jan Jans von besonderem Interesse.

Plakat der Ausstellung

Die Zeichnungen des Jan Jans aus der Grafschaft Bentheim sind seit dem 27.03.2004 im Otto-Pankok-Museum in Bad Bentheim (Gildehaus) zu sehen. Zur Eröffnung der Ausstellung, die am Freitag, dem 26.3.2004, stattfand, sprach der Sohn des Künstlers, Everhard Jans, aus Enschede.

Wir möchten dem städtischen Archiv in Almelo und dem „Van Deinse Instituut“ in Enschede herzlich für die Unterstützung danken, ohne die diese Ausstellung nicht möglich wäre.