![]() |
|
Besuch von Günter Grass
„Es war ein Treffen unter alten Freunden“, schrieben die „Grafschafter Nachrichten“ über das Wiedersehen von Günter Grass und Eva Pankok, der Tochter seines ehemaligen Lehrers. In gemütlicher Runde plauderten sie über ihre Zeit in Düsseldorf und über damalige gemeinsame Freunde. „Otto Pankok hat mich geprägt“, sagte der Nobelpreisträger anschließend der Presse. Besonders dessen Pazifismus habe ihn stark beeindruckt. Auch zu aktuellen Themen nahm er Stellung, z. B. zur Asylpolitik der Bundesrepublik.
Nach einem Rundgang durch die Ausstellung begutachtete Grass den Standort seiner Plastik „Butt im Griff“, die vor dem Gildehauser „Alten Rathaus“ ihren dauernden Standort gefunden hat. Im Foto rechts Grass mit dem Vorsitzenden des Vereins Otto-Pankok-Gildehaus, Wilhelm Hoon. Anschließend las der Nobelpreisträger im vollbesetzten Kurhaussaal von Bad Bentheim vor über 400 Zuhörern aus seinen Gedichtbüchern „Die Vorzüge der Windhühner“ und „Letzte Tänze“. Grass habe, so die „Grafschafter Nachrichten“, mit seinem geduldigen, freundlichen Auftreten und seiner wohltönenden Stimme die Herzen seiner Zuhören erobert. Der Besuch klang aus mit einem gemeinsamen Abendessen in einem Gildehauser Landgasthof. Noch einmal lobte Grass seinen ehemaligen Lehrer Otto Pankok, der ihn sehr geprägt habe, was ihm mit zunehmendem zeitlichen Abstand immer deutlicher werde. Er fuhr heim mit einem schweren Sandstein beladen, einem Geschenk des Bad Bentheimer Bürgermeisters an den gelernten Steinmetz Günter Grass. |
|||||||||||||