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Otto Pankok und das Sofa

August Schmelzer
Von Mitte September 2010 bis Januar 2011 brachte das Otto-Pankok-Museum Gildehaus in Form einer außergewöhnlich poetischen Assoziations-Ausstellung zwei Ebenen zu einander: Die Werke Otto Pankoks, mit denen er seine Zeit reflektierte, und die Phantasie des Besuchers, der sich sein eigenes Bild vom kreativen Prozess des Künstlers macht. Dreh- und Angelpunkt ist: Das Sofa.

Otto Pankok war im Sommer 1936 in den Wirren der Zeit des Nationalsozialismus in Gildehaus im Hause von Anne Christine Schmelzer untergetaucht. In diesem Haus stand ein einladendes Sofa. Wie oft mag er sich nach seinen Streifzügen durch die Umgebung seiner zeitweiligen Heimat darauf ausgeruht haben? Es war für ihn Ruhepol und ein Ort der Meditation, so dass er beginnt, es in einem seiner großen Kohlegemälde fest zu halten.

Dieses Sofa gibt es heute noch - in einem Kölner Privathaushalt. Das Otto Pankok Museum Gildehaus hat sich zum Ziel gesetzt, dieses Sofa zu erwerben und sucht neben den Besuchern weitere Spender, die dazu verhelfen wollen. Alle werden belohnt mit einer Ausstellung, die neben Kohlezeichnungen aus dieser Zeit auch Selbstporträts und Fotos aus dem Privatalbum des Künstlers zeigt. Außerdem sind Pressezeichnungen von Otto Pankok zu sehen, Persönlichkeiten und Figuren des öffentlichen Lebens, die den Geist und Ungeist dieser Zeit widerspiegeln.