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Auf Spuren jüdischen Lebens in der Grafschaft Bentheim
- Künstler im Exil
Erweiternd korrespondierte eine Auswahl der Werke
Pankoks mit Arbeiten der jüdischen Künstler Fritzi und Ludwig
Rosenwald (Holzschnitte einer Orientreise des Jahres 1926 sowie biblischer
Motive, Portraits und provencalische Zeichnungen). Fritzi Rosenwald (geb. am 21.01.1901 in Böhmen als
Bedriška Pezellen, gest. 1975) und Ludwig Rosenwald (geb. am 28.12.1902
in Edesheim in der Pfalz, gest.1942) verließen beide - Ludwig als
Linker und Jude doppelt gefährdet - nach der Regierungsübernahme
durch die Nazis und den ersten bedrohlichen Pogromen Deutschland. Sie
gingen nach Fontvieille (Provence), wo Fritzi nach ihrer Heirat im August
1933 bis zu dem Tod ihres Mannes im Juli 1942 an seiner Seite blieb. Ihre
Verbundenheit lag in der gemeinsamen Liebe zur Malerei, zur Provence und
zu van Gogh. Otto Pankok, den sie in der Provence kennengelernt hatten,
hatte die gleichen Passionen, und diesem Umstand ist es zu verdanken,
dass wir heute überhaupt noch etwas von den Rosenwalds wissen. Viele Informationstafeln sowie kulturelle Exponate zeichneten die jüdischen Spuren, das Leben der jüdi-schen Familien in der Grafschaft Bentheim vom 17. Jahrhundert über den Holocaust bis in die Gegen-wart durch Bild, Grafik und Text. Das Buch zur Ausstellung
Zur Ausstellung ist ein aufwändig gestaltetes Buch erschienen, herausgegeben vom Landkreis Grafschaft Bentheim. Zu dem Titel „Auf Spuren jüdischen Lebens in der Grafschaft Bentheim“ hat der Museumskoordinator Hubert Titz zusammen mit Pastor em. Diddo Wiarda und Gerhard Naber (vom „Forum Juden/Christen“ der Stiftung Kloster Frenswegen) und vielen weiteren Autoren auf über 400 Seiten (DIN-A-4-Format) in Bildern und Texten Informationen über bisher noch nicht bearbeitete Bereiche jüdischen Lebens in der Region zusammen getragen. Die Dokumentation ist im Buchhandel für 25,00 € erhältlich.
Ein Produkt der Museumskoordination
des Landkreises Grafschaft Bentheim. |
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