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Nächste Ausstellung: Miró

Schon Ende der 40er Jahre – und dann verstärkt in den 60er und 70er Jahren des letzten Jahrhunderts – arbeitete Joan Miró mit dem Verleger- und Galeristen Ehepaar-Marguerite und Aimé Maeght in Paris zusammen. Miro als berühmten und gefeierten Künstler war es daran gelegen, seine Kunst auch breiteren Bevölkerungsschichten zugänglich zu machen. Der auf vielen Gebieten versierte Maeght und dessen Ehefrau waren ihm dabei ein willkommene Partner. Als Medium wählte man die Lithographie als Original-Steinlithographie oder als Umdruck- und Fotolithographie. In thematischen Publikationen zusammengefasst begleiteten diese auch die Ausstellungen in der Galerie Maeght. Damit konnte Joan Miró die gesamte Palette seines graphischen Könnens zeigen und weiterentwickeln.

Aus dieser Zeit einer fruchtbaren Zusammenarbeit zeigt das Otto Pankok Museum ausgewählte Werke, die die Welt des Joan Miró in aller Bandbreite und Reife erkennen lassen. Ein Künstler, der nach eigenen Aussagen „nicht für alte Knacker“ malte sondern für den Aufbruch zu einer umfassenden Menschlichkeit. Sie beginnt damit, dass man wieder und wieder sehen lernt.

Mit den Erfahrungen der zwei verheerenden Weltkriege und dem spanischen Bürgerkrieg belastet, entwickelte er eine ganz eigene Zeichensprache mit der er auf seine Zeit reagierte. Fast magisch wirkende Symbole für elementare Erscheinungen des Lebens scheinen durch eine einfache Farbwelt zu schweben, ohne rechte Ordnung und Perspektive. Oft wurde ihm vorgeworfen, er male infantil – er aber wusste den Kosmos der Kindheit zu bewahren und mit ihm auf die dämonischen Kräfte seiner Zeit zu reagieren. Zeichen, Signaturen, Zahlen und Linien begegnen und überschneiden sich und bilden für das Auge des Betrachters eine eigene Welt. So sind seine Bilder immer wieder meditative Kommentare zu einer Welt, die ihr Gleichgewicht sucht – Kommentare, die natürlich auch dem Spiel und dem Humor verpflichtet sind.

Postkarte Miro