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Verfemt, vergessen, wiederentdeckt –
der Maler Gert H. Wollheim

Mit Gert Wollheim (1894-1974) stellen wir einen Künstler vor, der in seiner Jugend eng mit Otto Pankok befreundet war.

Sie lebten und arbeiteten zusammen, zuerst in Remels/Ostfriesland (1919) und anschließend in Düsseldorf. Dann trennten sich ihre Wege, geografisch und künstlerisch. Wollheim ging 1925 nach Berlin und wurde zu einem gefragten Maler der Berliner Gesellschaft. 1933 musste er Deutschland wegen seiner jüdischen Herkunft verlassen. Er floh nach Paris und, als der Krieg ausbrach, nach Südfrankreich, wo er sich versteckt hielt und nur knapp dem Tod entkam.

Bevor er 1947 nach New York übersiedelte, wo er wiederum als Maler sehr erfolgreich war, kommt es in Paris, Berlin und Düsseldorf zum Verlust von rund 800 Arbeiten. 1964 besuchte er Deutschland. Hier kam es zu einem rührenden Wiedersehen mit seinem Jugendfreund Otto Pankok. 1974 starb Wollheim in New York.

“Phantast und Rebell”, so wurde Wollheim einmal genannt, dessen Werk zwischen Realismus, Expressionismus und Surrealismus steht. Der von den Nazis verfemt Künstler
gehört zu den großen Einzelgängern der deutschen Kunstgeschichte des 20.Jahrhunderts.

Die Gildehauser Ausstellung zeigt einen großen Überblick über die verschiedenen Lebensstufen des Malers. Ergänzt wird die Ausstellung mit Arbeiten Pankoks aus der gemeinsamen Zeit mit Wollheim.

Zur Eröffnung am 6.11.2005 gab Dr. Stephan von Wiese (Museum Kunstpalast Düsseldorf) eine Einführung in die Ausstellung und Frau Jutta Osterhof (Berlin) sprach über „Gert Wollheim in meiner Erinnerung“. Die Ausstellung ist noch bis zum Ostersonntag, dem 16.4.2006, zu sehen.