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Otto Pankok – Zigeunerbilder

Am 11.2.2005 wurde die aktuelle Ausstellung „Otto Pankok – Zigeunerbilder“ eröffnet. Den vielbeachteten Festvortrag hielt Gerhard Naber, Sprecher vom Forum Juden – Christen im Kloster Frenswegen, zum Thema: „Früher Zigeuner – heute Sinti und Roma. Über das Schicksal einer Minderheit.“ Anschließend erzählte Eva Pankok über ihren Vater und sein Leben mit den Zigeunern. Kathrin Saks (Geige) und Karl Heinz Davin (Klavier) umrahmten die Veranstaltung mit Zigeunerweisen.

Bis Ende Mai 2005 wurde eine repräsentative Auswahl von Pankoks Zigeunerbilder gezeigt, die zwischen 1930 und 1933 und in den Nachkriegsjahren entstanden. Dieser Zyklus umfasst Werke, die das Leben in einem Düsseldorfer Zigeunerlager wiedergeben. Männer und Frauen bei ihrer Tagesarbeit, beim Musizieren oder im Gespräch sind Pankoks Motive. Es sind Bilder, die trotz ihrer oft fröhlichen Szenen auf das harte Los des „fahrenden Volkes“ aufmerksam machen.

 

Vor dem Krieg - nach dem Krieg

Besonders gern beschäftigte Pankok sich mit den Zigeunerkindern, die er beim Spielen draußen oder in ihren ärmlichen Hütten beobachtete. Der freche Raklo, die schöne Ringela oder der „Strubbelkopf“ Ehra regten Pankok zu vielen Zeichnungen, zu Holzschnitten und Plastiken an und nehmen daher im Gesamtwerk des Künstlers eine dominierende Position ein. Pankoks Kinderbilder, in denen er liebevoll das Treiben der Jungen und Mädchen in ihrer engen, armseligen Umgebung beschreibt, sind in zahlreichen Variationen in der Gildehauser Ausstellung zu sehen.

Als nach dem Krieg einige Zigeuner, die die Vernichtungslager überlebten, nach Düsseldorf zurückkamen, entstand Pankoks berühmtes Bild „Aus Auschwitz zurück“: Eine früh gealterte Frau mit hohlen Augen und ausgemergeltem Gesicht schaut den Betrachter an, vorwurfsvoll und unendlich traurig. Pankok erzählt die Geschichte von Gaisa, die er Jahre zuvor als ein fröhliches und freches Zigeunerkind kennen gelernt und gemalt hatte, und die nun als einzige ihrer Sippe dem Schrecken des Naziregimes entkommen war.