Vergangene Pankok-Ausstellungen

Die Texte der alten Homepage zu vorangegangenen Ausstellungen mit Schwerpunkt auf Otto Pankok und sein Werk sind hier zusammengestellt. Freuen Sie sich auf ein „Wiederlesen“ von alten Beschreibungen, besonderen Themen und fast vergessenen Werksschauen in unserem Museum:

„Unterwegs“- Reisen als Sinnbild des Lebens. Bilder von Otto Pankok und Eva Pankok

Ausstellung im Sommer 2015
Otto Pankok war als Künstler immer in Bewegung. Eine Bewegung die auch in Reisen ihren Niederschlag fand. Mit seiner Familie, mit Freunden oder auch in selbstgewählter Einsamkeit, suchte er seine Motive, die Abbild der Suche des Menschen waren. Das Museum lädt den Besucher ein, sich auf diese doppelte Reise mit zu begeben.

Menschen, die unterwegs sind, tauchen auf diesen Bildern inmitten von Landschaften auf. Alleine oder zu zweit setzen sie sich mit ihren Fortbewegungsmitteln in Bewegung – und damit mit der Welt auseinander. Die Wege führen zu Siedlungen, durch Felsenlandschaften und Felder, sie ziehen am Betrachter vorüber und nehmen ihn mit in Otto Pankoks Welt.
Neben Holzschnitten, Kohlezeichnungen, Radierungen und Lithographien werden erstmalig großformatige Monotypien gezeigt.

Eva Pankok, die in diesem Sommer ihren neunzigsten Geburtstag feiert, hat sich, wie ihr Vater, zeitlebens mit der Malerei beschäftigt. Farbenfrohe Ölgemälde, viele sind in ihrem Feriendomizil in Südfrankreich entstanden, vervollständigen neben Ölskzizzen die Ausstellung.

Café der Freunde

Es ist eröffnet, das „Café der Freunde“ und lädt ein zu künstlerischen Begegnungen mit Wegbegleitern und Schülern Otto Pankoks.

Ausstellung Herbst/Winter 2013/2014
Nach den mehrwöchigen Renovierungs- und Erweiterungsarbeiten präsentiert sich Ihnen das Museum mit neuen Ideen und einer neuen Ausstellunng.

Diese Ausstellung sucht nach Gesten, Zeichen und Interpretationen in den Bildern der vertretenen Künstler mit denen sie dem ureigenen Drang des Menschen darstellen, einander zu begegnen, für- und miteinander Aufmerksamkeit zu erreichen und damit etwas zu erreichen, nämlich: Anerkennung, Respekt und Würde.

Werke der verschiedenen vertretenen Künstler „begegnen“ ausgesuchten Bildern Otto Pankoks und treten damit in einen Dialog, wie er essentieller Teil eines jeden Treffens in einem Café ist.

In der Mitte des Hauptraumes: das Sofa. Auf diesem Sofa porträtierte Otto Pankok 1936 seine Gildehauser Pensionswirtin Anne Christin Schmelzer. Dieses Bild ist z.Zt. noch nicht im Museum ausgestellt. Es wird Teil der Ausstellung im neunen Ausstellungsraum Otto Pankok in Gildehaus im Obergeschoss werden).
Auf diesem Sofa plauderte er mit ihr nach seinen täglichen Mal-Touren in der Umgebung von Gildehaus, bevor er sich in die Dachkammer der Pension (heute steht dort, wo die Turmstraße auf den Neuen Weg mündet, ein Möbelhaus) zurückzog.

Zu dieser Ausstellung treffen sich nun auf dem und um das Sofa alle die Künstler, zu denen Otto Pankok, dessen 120. Geburtsjahr 2013 gefeiert wird, eine besondere Beziehung hatte und deren Werke in den letzten 10 Jahren jeweils eine eigene Ausstellung im Otto Pankok Museum hatten. Freuen Sie sich auf ein Wiedersehen mit Heinrich Zille, Otto Dix, Werner Persy, Ernst Barlach, Käthe Kollwitz, Konrad Felixmüller, Günther Grass, Eva und natürlich Otto Pankok.
Für das Otto Pankok Museum ist es eine Freude, dass dieses Original Möbelstück nunmehr als Eigentum des Museums dauerhaft in Gildehaus verbleibt.

FREIHEIT DEM AUGE – Otto Pankok und Horst Janssen

Ausstellung Frühjahr 2013:
Zum 120. Geburtstag von Otto Pankok zeigt das Otto Pankok Museum Gildehaus eine Dialog-Ausstellung: Otto Pankok (1893 – 1966) trifft Horst Janssen (1929 – 1995), das zeichnerische Genie aus Hamburg.
Auf einen Querschnitt des immensen Lebenswerks von Otto Pankok mit zum Teil noch nie ausgestellten Bildern treffen Werke von Horst Janssen.
Aus Privatsammlungen und dem Archiv des Oldenburger Horst Janssen Museum werden über 100 Exponate von Horst Janssen gezeigt – Zeichnungen, Radierungen und Plakate, für die dieser Künstler ebenfalls bekannt ist.
Damit eröffnen sich dem Besucher in so nie gesehener Weise über 100 Jahre zeichnerischer Reflexion, Selbstdarstellung und spielerischer Angriffslust auf das Auge des Betrachters.

FREIHEIT DEM AUGE – den Blick für das Wesentliche ihrer Zeit: das verbindet – über die zeichnerische Virtuosität hinaus – Otto Pankok mit Horst Janssen. Für ihre Generation und für ihre Zeit suchten sie die Spuren, die offenen Auges und offenen Geistes und mit kämpferischen Sinn so sonst niemand wahrnehmen wollte.

Besonders in Porträts – einem Schwerpunkt der Ausstellung, die rund 150 Werke aus allen Lebensperioden beider Künstler gegenüberstellt – schärften sie den Blick für das, was hinter der Oberfläche verborgen liegt. Aber auch über Stillleben und Landschaften blickten sie in die Tiefe der menschlichen Seele – und versicherten sich der Schönheit und Würde des Gesehenen.

Im Licht des Südens

Sommer 2012: „Im Licht des Südens“ – Otto Pankok und Eva Pankok

Anfang August widmet das Museum dem Namensgeber Otto Pankok und seiner Tochter Eva eine Ausstellung mit Bildern aus der Provence. Unter dem Thema „Im Licht des Südens“ zieht der Sommer in das Museum ein.
Zeit ihres Lebens hat Eva Pankok ihrem Vater bei dessen Studien- und Malaufenthalten begleitet und gemeinsam mit ihm Kunstwerke geschaffen. Ihre erste Reise 1950 mit der Familie in die südfranzösische Landschaft war der Beginn ihrer großen Liebe zur Provence.

Auch heute noch, unverwechselbar mit einem Sonnenhut, lässt sich die Künstlerin dort in jedem Sommer inspirieren von der Atmosphäre und dem Licht des Südens. In kräftigen warmen Farben und einem großzügigen Pinselstrich fängt sie die sommerliche Stimmung und Schönheit dieser Landschaft ein. Leuchtend bunte Wiesen, Berge, Flüsse und Bauernhäuser lassen den Betrachter eintauchen in die stimmige harmonische Gemeinschaft von Natur und Mensch.

Die Arbeiten des Vaters Otto Pankok beschränken sich auf schwarz und weiß. Doch gerade diese Reduzierung zeichnet ihn als herausragenden Künstler aus. Wie er Nuancen setzt, so dass der Betrachter geradezu geblendet wird von dem strahlenden Schein südlicher Sonne, angesteckt von der die Fröhlichkeit vieler Motive, dass er fröstelt beim Anblick eines schweren düsteren Wolkenhimmels, dass er sich einfangen lässt von friedlicher Stille und Melancholie.

Die Bilder von Eva und Otto Pankok verbindet, dass sie klar sind und schnörkellos, ohne eitle Attitüde. Künstler, die ihren Sinnen vertrauen, ihrem handwerklichen Können und ihrer Sicht der Dinge. Sie zeigen keine heile Welt, aber eine schöne Welt.
Sommer. Im Otto-Pankok-Museum in Gildehaus.