Was ist wichtig in der Grafschaft Bentheim? Was ist schön, besonders oder vielleicht auch überraschend? Und was fällt den Menschen auf, die politische Verantwortung für die Region übernehmen möchten?
Das Otto-Pankok-Museum hat die Kandidatinnen und Kandidaten für das Amt des Grafschafter Landrats sowie für das Bürgermeisteramt in Bad Bentheim zu einem ungewöhnlichen fotografischen Experiment eingeladen. Silvia Pünt-Kohoff, Kai Schmidt und Anja Terhorst als Kandidatinnen und Kandidat für das Landratsamt sowie Dr. Volker Pannen und Frank Spickmann als Kandidaten für das Bürgermeisteramt in Bad Bentheim erhielten jeweils eine analoge Einwegkamera mit 27 Aufnahmen.

Die Aufgabe war denkbar einfach: Fotografiert werden sollte, was in der Grafschaft oder in Bad Bentheim persönlich wichtig und bedeutsam erscheint. Weitere Vorgaben gab es nicht.
Entstanden sind rund 130 Fotografien. Die analoge Technik sorgt dabei für eine ganz eigene Bildsprache: leicht körnige Aufnahmen, überraschende Ausschnitte und nicht immer perfekte Schärfe. Gerade darin liegt ein besonderer Reiz.
Alle Bilder werden nahezu basisdemokratisch in gleicher Größe, ohne Auswahl und ohne inhaltlichen Kommentar präsentiert. Die Reihenfolge gibt der Negativstreifen vor. So entsteht ein facettenreiches Bild der Region – und zugleich ein Einblick in fünf ganz persönliche Perspektiven.

Die Ausstellung lädt bis zum Wahltag am 13. September dazu ein, genau hinzuschauen, Unterschiede und Gemeinsamkeiten zu entdecken und sich selbst ein Bild zu machen.