Willkommen im Otto-Pankok-Museum Gildehaus


Wir freuen uns, Sie als Besucher in unserem Museum begrüßen zu dürfen.
Wir würden es sehr schätzen, wenn Sie als Vorsichtsmaßnahme und Respekt gegenüber unserer oft älteren Gäste während des Museumsbesuchs eine Maske tragen.

„Kraut und Rüben“ wird abgebaut, JANOSCH und Ohlms startet am 26. November

Die bunte Schau in unsere Museumssammlung geht vorbei, „Kraut und Rüben“ wird in den kommenden Tagen abgehängt und ins Archiv zurückgebracht. Das große Durcheinander an Künstler:innen, die die Bandbreite der Kunstrichtungen ab dem Ende des 2. Weltkriegs erkennen ließ, macht Platz für eine besondere Winterausstellung:
Hans Ohlms, der oftmals übersehen Grafschafter Künstler, trifft auf Werke eines gewissen Horst Eckert. Besser bekannt ist Eckert unter seinem Künstlernamen: JANOSCH.

Diese Zusammenstellung von Werken beider Künstler kam keineswegs beliebig zustande. Hans Ohlms unterrichtete an den Nordhorner Berufsbildenden Schulen im künstlerisch-gestaltenden Bereich und war der Lehrer des jungen Horst Eckert. Dessen Ausbildung zum Musterzeichner bei NINO brachte die beiden zusammen. Ohlms erkannte das Talent von Janosch.

In späteren Jahren entstand ein Briefwechsel zwischen Janosch und dem Ohlms-Sohn Reinhart. In seinen Briefen schwärmt Janosch von der Freundschaft, die Hans Ohlms und ihn verband.

Während im Janosch-Teil der Ausstellung ein Wiedertreffen mit den bekannten Figuren seiner Bücher im Mittelpunkt steht, sind für Ohlms gleich zwei unterschiedliche Schaffensperioden für die Ausstellung ausgewählt worden. Neben Werken aus der Zeit, in denen Janosch der Schüler von Ohlms war, werden aus Bilder zu sehen sein aus Ohlms‘ letzten Lebensjahren , in denen er stilistisch einen ganz neuen Weg einschlug.

„Kraut und Rüben“ – Querschnitt aus der museumseigenen Sammlung

Bevor mit einer großen Herbst-/Winterausstellung das Jahr ab Ende November ausklingt, zeigt das Museum mit „Kraut und Rüben“ eine Kurzausstellung, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Werke von verschiedensten Künstlern zu zeigen, von denen sich Werke in der Museumssammlung befinden. Ergänzt werden diese Werke durch Leihgaben mit Motiven eben dieser Künstler:innen.
Bekannte Namen wie Chagall und Dalí treffen auf unbekannte. Es sind jene fast vergessenen Namen unter anderem aus der direkten Nachkriegszeit oder auch die jungen aktuellen Kunstschaffenden, deren künstlerische Ausdruckskraft gerade durch die gemeinsame Hängung besonders zur Geltung kommt.

Konzert am 8. Oktober: Michael Raeder „Alles Liebe“

Am 8. Oktober 2022 (Beginn 20 Uhr, Eintritt 10€) kommt der Vortragskünstler Michael Raeder in unser Museum.
Bestellen Sie Ihre Karten möglichst vorab unter Projekt_Hoffnung@web.de. Gezahlt wird an der Abendkasse.
Michael Raeder kommt mit seinem Programm „Alles Liebe“.
Mit Gesang und akustischer Gitarre spannt er den Bogen von Led Zeppelin und Hildegard Knef über Eigenkompositionen bis hin zu Jacques Brel und Paolo Conte. Eine stimmungsvolle Reise – romantisch, heiter, besinnlich, charmant.

Sommerausstellung „Als die Stille ging“

Ab dem 23. Juli zeigt das OPM in seiner Sommerausstellung Werke des Künstlers Emil Hopf unter dem Titel Als die Stille ging. Hopf gehört zu einer Reihe von weitestgehend vergessenen talentierten Malern der Grafschaft aus dem 20. Jahrhundert. Eine erste Ausstellung mit Gemälden und Zeichnungen fand 2010 in der Katharinenkirche der Burg Bentheim statt. Die Ausstellung im OPM trägt neben einigen der damals gezeigten Werke nun auch weitere Bilder zusammen und setzt sie in einen neuen Kontext.

Vechte bei Nordhorn
Emil Hopf „Vechtelandschaft und Nordhorn“

Frühjahrsausstellung „… erblühen …“

Von Ende April bis Anfang Juli zeigte das OPM eine Ausstellung mit dem Titel … erblühen …. Sie führte den Besucher zu den Werken von vier verschiedenen Künstlerinnnen: Eva Pankok, Bele Bachem, Ingrid Moll-Horstmann und Käthe Kollwitz.

OH OPM! – Das kleinste Festival der Welt mit Kultur für alle

Am 7. Mai lud das OPM bei freiem Eintritt ein zum kleinsten Festival der Welt. Ein Blogbeitrag fasst alle relevanten Informationen dazu zusammen. Eindrücke des Nachmittags zeigt dieser Film:


Otto Pankok lebte im Jahr 1936 einige Zeit in Gildehaus. Damals war noch nicht daran zu denken, dass man seinen Arbeiten und seiner Person eines Tages hier ein ganzes Museum widmen würde.
In jener Phase war Pankok als einer der von den Nazis als „entartet“ eingestufter Künstler mit einem Arbeitsverbot belegt, das er zu umgehen versuchte. Allein in der kurzen Zeit in Gildehaus entstand eine Vielzahl von Kohlezeichnungen, die das Dorf, seine Bewohner und die Natur der Umgebung künstlerisch in den Mittelpunkt stellen. Die Mühlen, die evangelisch-reformierte Kirche und die Sandsteinbrüche zeigen den Ort in unverkennbarer Weise. Später arbeitete er ähnlich intensiv in Bokeloh bei Meppen.

Pankoks viele Arbeiten aus der Gildehauser Zeit einmal an ihrem Entstehungsort zu zeigen, war das Anliegen einer Gruppe von Ehrenamtlichen. Sie wollten die Bilder für ein interessiertes Publikum zugänglich machen. So wurde 1994 mit großem Aufwand eine einmonatige Ausstellung umgesetzt. Der Erfolg war groß! Daraus erwuchsen größere Pläne. An deren Ende stand im Herbst 1996 die Eröffnung des Museums im Alten Rathaus von Gildehaus.
Seitdem wird es mit jährlich drei bis vier Ausstellungen bespielt.